Tschechien
1.Etappe
2.Etappe
3.Etappe

Gespanntour nach Tschechien 3. Etappe

Der Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen zeigte zwar einen bedeckten Himmel; aber es war einigermaßen trocken. Um 7:30 Uhr
saßen wir bereits alle am Frühstückstisch und genossen die tschechische Art zu frühstücken. Eigentlich gibt es immer neben den Marme-
laden, Wurst- und Schinkensorten auch Rührei, Spiegeleier, heiße Würstchen, gebratenen Schinkenspeck usw. Wer also ein kräftiges Es-
sen am Morgen mag, ist in Tschechien in der Regel gut aufgehoben.

Am Vorabend sind wir auf dem Heimweg in das Hotel, an der großen, orientalisch anmutenden jüdischen Synagoge vorbeigekommen.
Die Synagoge in Pilsen ist die zweitgrößte Europas und die drittgrößte der Welt. Da das Gebäude im 2. Weltkrieg schlauerweise von der
Bevölkerung als Lagerhalle genutzt wurde, haben die Nazis das Gebäude nicht als Synagoge erkannt und es ist somit der Zerstörung ent-
gangen.

Die 168.000 Einwohner große Stadt Pilsen befindet sich an der alten Handelswegverbindung zwischen Prag und Nürnberg und erlangte
schnell wirtschaftliche Bedeutung. Mit dem Namen verbindet man neben dem Bier (Pilsener Urquell) auch z. B die Skodawerke. Das Stadt-
zentrum mit der großen Bartholomäuskathedrale inmitten des großen Marktplatzes und den vielen kleinen Geschäften, Lokalen und Knei-
pen bietet sich zum Schlendern und abendlichen Spaziergängen förmlich an.
Wir Gespanntreiber hatten aber leider keine Zeit mehr die Stadt näher zu erkunden, denn wir mussten zurück und packten deshalb nach
dem Frühstück unsere Sachen, beluden die Fahrzeuge und verließen die Stadt gen Westen. Bis die Stadtgrenze hinter uns lag dauerte es
eine Weile, da der 3. Oktober in Tschechien, anders als in Deutschland, natürlich kein Feiertag ist. Entsprechend viel war im morgendlichen
Berufsverkehr los und wir reihten uns mit unseren Gespannen geduldig ein.
Leider begann es, kaum nachdem wir Pilsen hinter uns gelassen hatten, wieder an zu tröpfeln und wir nutzten die nächste größere Park-
lücke, um unsere über Nacht getrockneten Regensachen erneut anzuziehen.

      

Günter trennte sich hier von unserer Gruppe, da er noch zurück zu seiner Lagerhalle musste, um von dort mit seinem Lieferwagen nach Re-
gensburg zurück zu fahren. Somit waren wir also wieder 6 Gespanne, die sich auf direktem Wege weiter Richtung Grenzübergang Waidhaus
bewegten. Ein kurzer Zwischenstopp an einem Supermarkt in Tachov nutzte Matthias für ein paar Mitbringsel, wir alle zum Tanken und weiter
ging es über die Grenze bis kurz vor Weiden in der Oberpfalz, wo wir einen weiteren Stopp einlegten.
Nach einer kurzen Pause trennten sich auch Matthias und Dominik von der Gruppe, um den schnelleren Weg über die Autobahn zu wählen.
Dominik hatte seinen Lieferwagen bei Matthias vor'm Haus stehen, mit dem er dann, nach dem Verladen seines ETZ-Gespannes, noch 2,5
Std. Fahrt bis Kempten im Allgäu absolvieren musste.

Unsere Gespanngruppe war nun auf 4 Fahrzeuge geschrumpft und wir fuhren weiter über landschaftlich schöne Straßen der Oberpfalz in
Richtung Heimat. Leider war das Wetter auch an diesem Tag immer wieder mit stärkeren Regenfällen durchsetzt, so dass wir unsere Motor-
räder laufen ließen und keine großen Pausen einlegten.
Jeder von uns freute sich nun auf daheim und als wir im fränkischen Vorra ankieren, teilte sich unsere 4er-Gruppe noch einmal und fuhr in un-
terschiedlichen Richtungen weiter. Es dauerte nicht lange und auch wir vier waren am späten Nachmittag alle wieder wohlbehalten zuhause
angekommen.

Rückblickend haben wir, je nach Anreise, nun zwischen 850 und 900 km mehr auf unseren Gespanntachos. Es war ein sehr schönes und er-
lebnisreiches Wochenende mit allen Wetterlagen, die einem so im Oktober begegnen können.

Positiv überrascht hat mich die Standfestigkeit unserer MZ-Gespanne, die wir über lange Strecken ganz schön gefordert hatten. Denn auch
nach diesem Tag können wir behaupten:


Fazit des Tages: Keine Defekte an den Fahrzeugen

 

                                                                                                                                            hier geht's zu den Reiseberichten
 

 

   

 
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