Nordfahrt
bis Erfurt
Neustadt a.R
Bremen
Duorennen
Heimfahrt

Von Erlangen nach Erfurt

 

  

Erlangen - Bamberg - Coburg - Eisfeld - Ilmenau - Arnstadt - Erfurt

Um 07:45 Uhr ging es los. Die Reisevorbereitungen waren abgeschlossen und nun konnte es losgehen. Einmal mit der Schwalbe in den
hohen Norden fahren und dabei die Langsamkeit des Reisens entdecken...
Die Fahrt ging über Landstraßen und kleine Dörfer immer weiter Richtung Thüringen, dem ersten Etappenziel. Durch die 60 km/h Zulassung
der Schwalbe erreichte ich immerhin einen Schnitt von ca. 40 km pro Stunde.

Eine schöne Art des Reisens, nimmt man da doch die Umgebung völlig anders war, als wenn man mit mehr PS und hohen Geschwindigkei-
ten "Strecke macht".

Das Gepäck war trocken in einer wetterfesten Gepäckrolle verstaut, zusätzlich war dabei:
- ein kleines Zelt, - ein Schlafsack, - eine dünne Isomatte
und die nötigsten Ersatzteile wie:
- Bowdenzüge, - Gaszug,  - Werkzeug, - Ersatzkerzen, - Glühbirnen, - Ersatzschlauch etc.

Auf dem Motortunnel lag zusätzlich ein kleiner Magnet-Tankrucksack in dem:
- ein 2 ltr. Benzinkanister, - ein Erste-Hilfe-Pack, - 3-Finger-Handschuhe, - 2-Taktöl,  - die DigiCam und - Kartenmaterial verstaut waren.

Wenige Tage vor der Abfahrt bekam die Schwalbe noch eine ausgiebige Grundinspektion, frisches Getriebeöl, die Vorderradbremse wurde
verbessert und die Zündung exakt eingestellt. Sie sprang auf den ersten Tritt an, ganz so wie es sein soll.

Leider war seit ein paar Tagen ein kleines, schleifendes Nebengeräusch seitlich aus dem Lichtmaschinendeckel zu hören und beunruhigte
mich etwas. Sollte sich da etwa ein Kurbelwellen- oder Pleuellagerschaden ankündigen? Das Geräusch war jedoch so minimal und die vor-
sichtshalber noch einmal gemessene Kompression ergab 9,5 bar. Ganz wie es sein sollte.
Also nahm ich mir vor, das Geräusch nicht weiter zu beachten, konnte ja auch sein, dass man sich das nur eingebildet hat...

Die erste Pause fand nach 110 km in Eisfeld statt. Ein Polizist, bestaunte meine Schwalbe und mein Vorhaben damit nach Emsen zu fahren.
Weiter ging es bei strahlendem Sonnenschein und etwa 50 km/h mitten durch den schönen Thüringer Wald über den Rennsteig nach Ilme-
nau und dann weiter bis Arnstadt, wo ich das Bach-Denkmal und die Bach-Kirche besuchte.

Gegenüber von einem Bäckerladen setzte ich mich auf dem Marktplatz in die Sonne und beobachtete das geschäftige Treiben der Händler,
bevor es weiterging nach Erfurt, das Ende der ersten Tagesetappe.

  

Am frühen Nachmittag war die Stadtgrenze von Erfurt nach 213 km erreicht. Abzüglich der beiden Pausen waren es insgesamt 5 Std. Fahrt-
zeit und ich freute mich, das erste Etappenziel erreicht zu haben. Ungewohnt und schmerzhaft war das lange Sitzen auf der Schwalbesitz-

bank. Das hatte ich wirklich unterschätzt und musste mich daran noch erst gewöhnen.
Ein Vorteil war, dass der hintere Teil der Sitzbank nicht mit Gepäck beladen war. So konnte man während der Fahrt immer wieder mal die
Sitzposition ändern.

 

                                                                                                                                      weiter geht's nach Neustadt a. Rübenberge
 

 

   

 

 

Besucherzaehler