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Bremen
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Von Neustadt am Rübenberge nach Bremen Rekum

 

   

Neustadt am Rübenberge - Nienburg - Delmenhorst - Bremen-Rekum

Nach einem schönen Frühstück und langem Waldspaziergang ging es bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein am nächsten Mittag
weiter über Nienburg an der Weser nach Syke und dann weiter nach Delmenhorst.
Die angenehme Reisegeschwindigkeit von 50 km/h waren ein Genuss. Vorbei ging es an Wiesen und Feldern und durch kleine Ortschaften.
Die immer noch leise hörbaren Schleifgeräusche an meiner Schwalbe ignorierte ich. Was sollte ich daran auch unterwegs ändern...

   
 
In meiner Jugend war ich oft in Delmenhorst. Viele Erinnerungen wurden wach. Beim Durchfahren der Stadt kam ich an zahlreichen Ecken
vorbei, die ich von früher kannte. Die letzten Kilometer bis zum Weserdeich schnurrte meine Schwalbe vorbei an saftig grünen Marschwie-
sen mit schwarzbunten Kühen darauf. Das bin ich in Franken gar nicht gewohnt.

In Lemwerder angekommen, fuhr ich dann hinter dem Deich bis zur Autofähre Farge. Die kleine Straße am Deich windet sich in unzähligen
Kurven exakt mit dem Verlauf der Weser. Eine Freude hier mit einem kleinen Moped entlangzufahren.
Unzählige Male bin ich diese Strecke als Jugendlicher geradelt. Ein schönes Gefühl, mal wieder daheim zu sein. Der typische Geruch der
Weser lag in der Luft, auf dem Deich grasten Schafe, von den Werften kamen Montagegeräusche herüber und bis zur Nordsee sind es nur
noch 50 km. Herrlich!

   

Als Kind hatte ich am Fähranleger in Bremen-Farge oft in der Weser gebadet. Knietief sind wir im Schlick gewatet und haben Krebse und
Stichlinge gefangen. Ich erinnerte mich daran, dass auch einmal große Skelettreste im Schlick lagen und wir Kinder waren uns sicher, dass
diese Knochen nur von einem großen Wal stammen konnten...

Auf der anderen Uferseite angekommen war es nicht mehr weit bis zu meinem Elternhaus. Eineinhalb Tage Verschnaufpause lagen nun vor
mir und ich war froh wieder mal in Bremen zu sein.
Am nächsten Morgen bekam meine Schwalbe eine Inspektion. Die Kettenspannung wurde überprüft, Reifendruck, Beleuchtung usw. Außer-
dem wurde die Zündung nachgestellt.

   

Das war schon eine tolle Tour. Mit der Schwalbe von Bayern nach Norddeutschland.

Abzüglich der Pause, habe ich für die 128 km knapp 3 Std. Fahrtzeit gebraucht. Seltsamerweise hatte ich mich am dritten Tag dann wohl
endlich an das Sitzen auf der Schwalbe gewöhnt. Ich spürte nichts mehr und das blieb auch für den Rest der Reise so.

 

                                                                                                                                                                     weiter geht's nach Emsen
 

 

   

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