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                                                                                                                                                                                                                     (Lyrisches von Horst Lender)         
                                                                                                                                                                                                                   
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Schwalbentraum

 

Ein Mensch der immer stets bemüht,

das alles seine Bahnen zieht,

träumt von einem Motorrad,

so eins – das hier noch keiner hat.

Er denkt natürlich wär es cool

man hätte so ein Ding aus Suhl.

 

Inzwischen ist das lange her,

die braven Suhler gibt’s nicht mehr,

doch jeder der nur fest dran glaubt,

hat sich ein Krad zurecht geschraubt.

Durch ebay und im Internet,

kriegt man so ein Gerät komplett.

Das was man kauft ist oft verrostet,

man ahnt, was das für Arbeit kostet.

 

Bei Fehlkauf hilft dir danach leider

nur ein neuer Bolzenschneider.

Ist sanfte Pflege für die Katz,

dann hilft der Messingbürstensatz.
                                                         21.Februar 2007

                                                                                                 

 

 

 

Der Sammler

 

Ein Mensch, beruflich angespannt,

findet SIMSONs interessant.

Die Dinger sind weltweit verstreut,

doch steht versteckt in Bubenreuth

ein Sortiment auf engstem Raum,

für Zweiradfans der große Traum.

 

Was man erwirbt ist oft vergammelt

und nur wer selber Altes sammelt,

weiß von Besessenheit und Tücke

bis sie es sind: „Museumsstücke“.

Sieht man die Vollblutveteranen,

kann man die Arbeit nicht mal ahnen.

 

Wer Feude hat an Nostalgie,

 

weiß, gute Pflege steigert sie.

Bürsten, Lappen, Pinsel, Seifen,

etwas Sprühlack für die Reifen,

Chrom und Kettenfett sind praktisch,

gepflegte Oldis sind galaktisch.

                                                               21. Februar 2008

                                                            

                                 

  

 

Die SIMSON-Filiale

 

Was Herr Damaschke noch nicht kannte,

als man die Straße nach ihm nannte,

das war die SIMSON-Filiale,

das zweite Bein der Suhl-Zentrale.

 

Macht auf das Tor zur Musterschau,

seht echte Schätzchen: gelb - grün - blau.

Zweitakter sind hier hoch geachtet,

teils restauriert, teils ausgeschlachtet,

fachlich sortiert und registriert,

der Rest dem Verkauf zugeführt.

 

Ist alle Schwerarbeit erledigt,

kommt dann was jeder gerne predigt:

"Halte Ordnung, liebe sie,

denn Dreck ist überall - und wie."

Was ´rumliegt und so gar nichts nutzt

wird nun ganz gründlich weggeputzt.

 

Klein robust und schnell zur Hand

hängt dieser Feger an der Wand.

Kehrblech und Multi-Highspeed-Besen

sind Markenware vom Chinesen.

Vorplatz, Garage, Haus, Hof Garten,

 

Kehr auf - Viel Glück,

Jetzt kannst Du starten.

                                                               21. Februar 2009

 

 

 

 

Noch'n Gedicht

 

Wir haben Deinen Wunsch vernommen,

Du würdest gerne Post bekommen.

Nicht so ein Druckwerk vom Regal,

nein - handgeschrieben und real.

Ein Brief voll Wärme und moralisch

doch voll Humor nicht theatralisch.

Mit Wünschen, die erfüllbar sind

- Hoch lebe das Geburtstagskind.

Wenn Du nicht da bist fällt's uns schwer

Dich zum Geburtstag zu bedenken,

der Verse Sinn war ja bisher

schmunzelnd, nützliches Dir zu schenken.

Doch schläfst Du nun in fremdem Bett,

man kümmert sich um Dein Skelett,

um Knochen, Wirbel und Gelenke

und drum, dass sich nichts neu verrrenke.

Auch Sehnen, Bänder, Schulterblatt

prüft man ob's was geholfen hat.

damit das spazier'n im Wasserkasten

dem Körper nützlich sich erweise,

das war ja Zweck der ganzen Reise.

Zuletzt noch ein paar warme Worte:

Im März gibt's Leber, statt 'ne Torte.

Herzlichen Glückwunsch zum 50sten.

                                                                  21. Februar 2010

                                                            

                                     

 

 

Urmenschliches

 

Schon viel früher als man glaubt

wurd´ am Fahrgerät geschraubt.

Noah, Mensch und Viehzeugretter,

stieß bei übel schlechtem Wetter

krachend auf Berg Ararat,

besah den Schaden - schritt zur Tat

und sammelte in höchster Eile,

die weit verstreuten Archenteile

in Küchenschüsseln (für Salat)

und auch in anderen, die man hat.

 

Die kippten um, weil unten rund

und das ist auch der wahre Grund,

dass Schüsseln alt und neu sich gleichen,

doch runde Böden mussten weichen.

 

Die Schüsselböden sind heut eben

und ein Magnet dran lässt sie kleben.

Klar, dass ein Schrauber das benötigt,

TÜV-Rheinland hat das gern bestätigt:

Da muss des Meisters Arbeit glücken,

der braucht sich ja nicht mehr zu bücken.

Hier sind nun für Schraubers Glück

Profischüsseln - genau 3 Stück.

                                                             21. Februar 2011

 

 

 

 

Wo ist die Zeit geblieben?

 

Sie ist vorbei die schöne Zeit

als SIMSONs ganze Herrlichkeit

hier in Garagen weit verstreut

zum Fahr'n und Schrauben stets bereit.

Doch bleibt noch ein Museumsstück

zur Erinnerung zurück.

 

Gott sei Dank steht noch zu Hause

das renovierte Duo Krause.

Es ist nunmal des Menschen Drang

sich zu verbessern, lebenslang.

 

Ein scharfer Blick ins Internet:

Bei Neckarsulm steht 'ne MZ.

Genau das Teil von dem Du träumst

und ehe Du noch Zeit versäumst,

ist es daheim und schon zerlegt,

es war wohl doch nicht so gepflegt.

 

Du konntest alle Tücken meistern

und auch noch Deine Frau begeistern;

ein zweites Motorrad wär toll

'ne ETZ mit 18 Zoll.

 

Die wird gekauft, hat gute Seiten

und zeigt auf neue Möglichkeiten.

Denn was noch fehlt ist ein Gespann,

das man bei Kati zeigen kann.

Da stehn dann all die Motorprotzen,

die ETZ sich anzuglotzen.

 

Manch Kennerblick hat viel Gewicht:

Hier wird geschraubt - das hat Gesicht.

Hut ab - Start up 2012.

                                                             21. Februar 2012

 

 

 

 

Zeitraffer

 

Der letzte Sommer war ganz nett,

mit Simson, Duo und MZ

und mit dem Krad der NVA

das war für Regentage da.

Wollt man weit reisen (der Himmel trübt sich),

fuhr man am liebsten KR 50.

Zweiradfahren zur Winterzeit

hat so mancher schon bereut.

 

Weil Freizeittatkraft ungebrochen

beschließt man, selber Bier zu kochen.

Dazu ist Grundsatzwissen wichtig

man lernt: Hobby ist steuerpflichtig.

Hausrat wird nun aussortiert,

Möbel werden umplatziert.

Die Hausfrau stöhnt in milder Panik,

der Hausherr steigert die Dynamik.

 

Logistik ist schon eingetroffen,

das jetzt nichts fehlt kann man nur hoffen,

Fachworte schwirren durch den Raum,

Hefe, Maische, Nachguss, Schaum,

Filtern, Rühren, Messen, Sieben

und wenn's köchelt: "Da geblieben!"

Hat man den Rythmus erst gefunden,

vergehn so ungefähr 8 Stunden.

 

Die Flaschen blitzblank und steril,

sie voll zu schlauchen ist das Ziel.

Das Nachgärn braucht 8 Wochen Zeit,

das neue Bier ist trinkbereit.

Ein Etikett macht Namen kenntlich,

Reinheitsgebot ist selbstverständlich.

Der Probeschluck - ein Hochgenuss

so kommt es, wie es kommen muss.

Man weiß es plötzlich ganz genau:

Fehlt mir die Zeit - braut meine Frau.

 

Prosit

                                              21. Februar 2013

 

 

 

 

Die Wende

 

Das weiß doch heute jedes Kind

wer etwas investiert, gewinnt

und hofft das Sammelleidenschaft

und Zinssatz von Zeit, Raum und Kraft,

dem Schrauber größtes Glück erschließt,

obwohl man lieber Biker ist.

 

Eng beeinander, stets gut geputzt,

bei schlechtem Wetter unbenutzt,

strahlen Simson's und MZetten

- allein um Fahrspaß noch zu retten,

gibt's doch das Krad der NVA,

die ist für jedes Wetter da.

Die ist ok, doch nichts zum Glänzen,

hat in der Leistung ihre Grenzen.

Kein Wunder, dass ich vor mir seh'

ein Oldie - Marke BMW.

 

Der Markt zeigt gerade eine Lücke

für meine Veteranenstücke.

So bringt dann manches Sammlerstück

best restauriert dem nächsten Glück.

Doch ich behalt für alle Zeiten

meine Lieblingsseltenheiten.

Ob nun MZ, ob BMW

biken ist, worauf ich steh.

 

                                         21. Februar 2014





Der Saisonstart

 

Die Zeit will immer vorwärts geh'n,

der Frühling steht bevor,

ich möcht' gern die Maschinen seh'n,

offen ist das Tor.

Schon das Schauen gibt mir Schwung,

ich schwelge in Erinnerung.

 

- Vorn steht ein hochmodernes Roß,

doch hängt mein Herz am alten Troß.

MZ-Klassik - jedes Stück 'ne Schau,

Motorradgeschichte aus Sachsen Zschopa.

 

Ich seh' die Gespanne und hör schon den Klang

heut nehm ich die Gelbe, da überleg ich nicht lang'.

Auf Hochglanz geputzt - Biker sind eigen -

geht's auf zur Kati, den Experten was zeigen.

 

- Die Motek-Schwinge, dass die Teile so passen?!

Dass Krad 50 Jahr' alt, sie können's kaum fassen.

D'rum führt die Anerkennung wohl,

zum Bier mit ohne Alkohol.

 

Endet die Anfahrt mal im Regen,

die Herrlichkeit ist ramponiert,

muss der Biker sich bewegen,

dass er sich Sonntags nicht blamiert.

 

Mit Lappen, Pinsel, Schraubendreher,

mit Bremsenfix und Superschaum,

kommt er der Schönheit wieder näher,

wer's nicht geseh'n, der glaubt es kaum.

                                                               21. Februar 2016
 

                                                            

                                     

 

Das Gespann

 

Solange es die Menschheit gibt,

ist das Sammeln sehr beliebt.

Erst für den täglichen Bedarf,

danach war man auf Luxus scharf.

Als Biker dacht' ich, wär schon nett,

ich sammel mal was von MZ.

 

Gedacht, gemacht:

'Ne Sammlung gelb, grün, rot.

Müh' und Kosten sind vergessen,

da kommt nochmal ein Angebot,

auf das man schon so lang versessen.

 

Ein traumhaftes MZ-Gespann,

nicht unbedingt für jedermann.

Man weiß:

Da wird Dir nichts geschenkt,

man muss erst lernen, wie man's lenkt.

 

Es findet dieser gelbe Schatz

kaum noch in der Garage Platz.

Stellplätze gibt es nur mit Not!

Just seh' ich ein Gespann in rot,

von MZ und unvergleichbar,

in Form und Technik unerreichbar.

 

Ich werd' es sammeln,

weil ich muss,

oh heiliger Christophorus.

                                                                                                      21. Februar 2017

 

 

 

 

 



 

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