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Mopedanleitung 13 - Tanken

Es darf nur Zweitaktmischung im Mischungsverhältnis 25 : 1 für 500 km Einfahrstrecke, 33 : 1 nach 500 km Einfahrstrecke verwendet werden.

Das Mischungsverhältnis ist das Verhältnis der Raumteile Kraftstoff zu einem Raumteil Motorenöl.


Auf 5 Liter berechnet, bedeutet: 25 : 1 das Zumischen von 200 cm³ Motorenöl (4%), 33 : 1 das Zumischen von 150 cm³ Motorenöl (3%).

Der Vergaserkraftstoff und das Motorenöl müssen einwandfrei sauber sein. Die Mindestoktanzahl soll 79 (ROZ) betragen.
Als Motorenöl wird das legierte „Hyzet“-Zweitakt-Motorenöl MZ 22 empfohlen.


Mopedanleitung 20 - Einfahren

Die bewegten Teile des Motors und des Antriebs benötigen eine gewisse Laufzeit, um sich entsprechend ihren Betriebsbedingungen aufeinander

einzuspielen, man sagt: „Bis das Fahrzeug eingefahren ist“. Erst dann geht es richtig „frei“. 

Während dieser Zeit verringert sich natürlich der Eigenbedarf der Antriebsaggregate an der vom Motor erzeugten Leistung, was sich in einer zunehmenden

"Lebendigkeit“ des Fahrzeugs bemerkbar macht. Diese Einlaufperiode erstreckt sich je nach Fahrweise bis zu etwa 1500 Fahrkilometer. Besonders 

während der ersten 500 km sollte man den Motor schonend behandeln und aufmerksam beobachten.

 

Halten Sie in diesem Zeitraum vor allem das vorgeschriebene Mischungsverhältnis von 25 : 1 exakt ein. Steigern Sie langsam, aber stetig die Anforderungen an den Motor, schalten Sie herunter, sobald Sie merken, daß der Motor nicht mehr flott zieht.

 

Und noch etwas:

Nehmen Sie während der Einfahrzeit keine eigenmächtigen Korrekturen an der Vergaser- oder Zündeinstellung vor, sondern überlassen Sie das der

Vertragswerkstatt.


Mopedanleitung 27 - Pflege und Bereifung

4. Pflege und Wartung

Gründliche und regelmäßige Pflege und Wartung des Fahrzeugs erhält nicht nur dessen Wert, sondern ist auch die Grundlage für ständige Betriebs- und Verkehrssicherheit.

 

4.1. Reinigen

Bei stark verschmutzten Fahrzeugen den Schmutz zunächst mit einem fein verteilten Wasserstrahl aufweichen und dann mit reichlich Wasser abspülen (Vergaser, Ansauggeräuschdämpfer, Luftfilter und Bremsen nicht dem direkten Wasserstrahl aussetzen). Danach die Lackfläche und die blanken Metallteile mit lauwarmer Seifenlauge oder mit Auto-Schnellwäsche waschen.

Zum Schluß nochmals mit klarem Wasser nachspülen. Die anhaftenden Wassertropfen mit einem sauberen Schwamm oder Fensterleder entfernen.

Das Fahrzeug soll während des Waschens an einem sonnen- und zugluftgeschützten Platz stehen, da die eintrocknenden kalkhaltigen Wassertropfen sonst häßliche Flecken bilden. Zur Lackpflege benutzt man am besten eine der handelsüblichen Polituren für Kunstharzlacke. Für die Pflege der blanken Teile empfiehlt sich Chrom und Metallputz.

Zum Einreiben und Polieren sollte man die handelsübliche Polierwatte verwenden.

Den Motor reinigt man am besten mit starker Sodalösung oder Waschbenzin und einem handlichen Pinsel bzw. einer geeigneten Bürste.

 

4.2. Pflege der Bereifung

Die Bereifung gehört zu den hoch beanspruchten Teilen des Kraftfahrzeugs und ist deshalb ständig und gewissenhaft auf die Einhaltung des vorge-

schriebenen Reifenluftdruckes zu kontrollieren. Falscher Reifenluftdruck bewirkt:

- schlechte Straßenlage,

- ungleichmäßige Reifenabnutzung,

- vorzeitiges Altern der Reifen (Brüchigwerden usw.)

Der bessere der beiden Reifen soll stets für das Vorderrad verwendet werden. Es empfiehlt sich nicht, Vorder- und Hinterrad turnusmäßig gegeneinander auszuwechseln, um dadurch die Reifen gleichmäßig abzunutzen.

Lassen Sie den Hinterradreifen bis zu Grenze des Erlaubten (etwa 1 mm Profilhöhe) auf dem Hinterrad und tauschen ihn erst dann gegen den Vorder-

reifen. Für das Vorderrad erwerben Sie einen neuen.

Gummiteile sind empfindlich gegen Öl, Fett und übermäßige Wärme.

 

4.3. Schmier und Pflegeschema

Ihr Simson-Kleinfahrzeug ist nach dem Prinzip weitgehender Wartungsfreiheit konstruiert. Wenn auch alle wichtigen Lagerstellen des Fahrwerks als Gummisilentlager ausgebildet sind, die keiner Schmierung bedürfen, so ist es doch notwendig, gewisse Abschmier-, Pflege- und Wartungsarbeiten nach bestimmten Laufzeiten durchzuführen.

 

Durchzuführende Arbeiten

Abschmierarbeiten 500-600 km 2.000
5.000
8.000
11.000
15.000
Ölwechsel im Getriebe x     x   x
Einfetten der Kette x   x   x  
Abschmieren der Rad- und Lenkungslager, des Bremsmechanismus und des Tachoantriebs     x   x  
Bowdenzüge und Tachowelle ölen
  x x x x x
Drehgriff abschmieren
  x x x x  
Unterbrecherfilz mit Spezialöl versehen   x x x x  


Reinigungsarbeiten 500-600 km 2.000 5.000 8.000 11.000 15.000
Naßluftfilter reinigen und ölen (oder nach Bedarf)   x x x x x
Zylinderdeckel, Kolbenboden und Auspuffanlage reinigen       x x  
Kraftstoffilter im Kraftstoffhahn reinigen   x   x   x


Kontroll- und Einstellarbeiten 50-70 km
500-600 2.000 5.000 8.000 11.000 15.000
Festsitz aller zugänglichen Schraubverbindungen am Motor und Fahrgestell überprüfen
(Schwingenlager
vorn und hinten, Steckachsen, Motor-, Auspuff-, Federbein-, Lenker-
befestigung,
Zylinderdeckelmuttern), Lenkungslagerspiel überprüfen
x x   x     x
Einstellung und Funktionssicherheit der Bedienelemente überprüfen
(Kupp
lung, Schaltung, Bremsen, Gasdrehgriff, Startvergaser)
x x   x x x x
Kettenspannung und Spur kontrollieren    x   x x x x

Zündzeitpunkt, Unterbrecherabstand und Zündkerze überprüfen

x x   x x x x
Elektrische Anlage überprüfen (Batterie, Hupe, Blinkanlage, Brems-, Schluss-,
Kenn
zeichenleuchte, Scheinwerfer)
x x   x x x x
Federbeine überprüfen
      x x x x

 


Mopedanleitung 31 - Wartung der Bleibatterie

Die Wartung beschränkt sich auf eine im Sommer 14tägliche und im Winter monatliche Kontrolle des Flüssigkeitsspiegels, der einige Millimeter über dem oberen Rand der Separatoren (perforierte Zwischenlagen) reichen soll. Nachgefüllt wird mit destilliertem Wasser. Die Anschlußpole der Batterie sind bei dieser Gelegenheit mit Wasser und Bürste zu reinigen und anschließend mit einem säurefreien Fett leicht einzufetten. Beim Einbau der Batterie ist auf richtiges Anklemmen der Batteriekabel zu achten (schwarzes Kabel stets an den Minuspol), da andernfalls Gleichrichterschäden entstehen können.

Im Winter ist immer auf guten Ladezustand der Batterie zu achten, denn ein ungeladener Sammler friert bereits bei –10°C ein und wird dadurch unbrauchbar.

Bei längerem Abstellen des Fahrzeugs empfiehlt es sich, die Batterie auszubauen und an einem forstfreien Ort aufzubewahren und jeweils nach etwa 4 Wochen einer Fachwerkstatt zur Wartung zu überlassen. Dabei Behandlungsvorschrift genau beachten. Batterie vor Kraftstoff und Schlagbeanspruchung schützen. Entlädt sich die Batterie im Fahrbetrieb relativ rasch, so muß die zum Schutze des Gleichrichters dienende Feinsicherung kontrolliert und nötigenfalls erneuert werden.

 

Behandlungsvorschrift

Zellen mit Akkumulatorenschwefelsäure (Dichte1,28 g/cm³) bis 10 mm über den oberen Plattenrand füllen.

Nach 2...3 Stunden mit 0,25 A laden. Die Batterie ist geladen, wenn alle Zellen gleichmäßig gasen, die Ladespannung 7,5...7,8 V erreicht hat, während der nächsten 3 aufeinanderfolgenden Stunden unverändert bleibt und die Säuredichte 1,28 beträgt (Ladezeit 2 x 12 Std.). Der normale Ladestrom außerhalb des Fahrzeugs beträgt 0,50 A.

Nachfüllen der Zellen nur mit destilliertem Wasser. Säurespiegel 10 mm über Plattenrand halten. Das Gehäuse ist vor Kraftstoff und Schlagbeanspruchung zu schützen. Behandlungsvorschrift genaustens einhalten.

Da die Entgasung durch die zentrale Entlüftungsleiste über den PVC-Schlauch erfolgt, dürfen nur beigefarbige Füllverschlüsse verwendet werden, die unterhalb des Kopfes zwei Entgasungslöcher aufweisen.

Bei Nichtbeachtung dieses Hinweises, d. h. bei Verwendung andersfarbiger Füllverschlüsse, treten durch Austritt der Schwefelsäure Schäden am Fahrzeug auf. Die Füllverschlüsse lassen sich mit einem Pfennigstück öffnen und schließen.

 


Mopedanleitung 51 - Ratgeber bei Motorstörungen

6.1. Motor springt nicht an

Ursache Behebung
Zündung nicht eingeschaltet Zündung einschalten
Kraftstoffhahn zu Kraftstoffhahn öffnen
Kein Kraftstoff im Tank Kraftstoff nachfüllen
Kraftstoffweg verstopft Sieb am Kraftstoffhahn und Durchlaufbohrungen reinigen
Vergaser verschmutzt oder Wasser im Vergaser Startdüse reinigen, Startvergaser überprüfen
Zündleitung lose oder beschädigt Leitung befestigen oder erneuern
Zündkerze verschmutzt Zündkerze reinigen, richtigen Elektrodenabstand (0,4mm) einstellen oder Kerze erneuern
Unterbrecher verölt oder verbrannt Kontakte reinigen, evtl. glätten, richtigen Kontaktabstand (0,4mm) herstellen

 

6.2. Motor arbeitet unregelmäßig


Ursache Behebung
Kraftstoffweg verschmutzt Kraftstoffhahn, evtl. Kraftstoffbehälter, reinigen, Belüftung des Behälters kontrollieren
Vergaser verschmutzt Vergaser demontieren und Düsen reinigen
Motor bekommt zu wenig Kraftstoff Teillastnadel eine Kerbe höher hängen
Zündkerze sitzt lose Zündkerze festschrauben (Kerzendichtring nicht vergessen)
Zündkerze überhitzt Zündkerze mit dem vorgeschriebenen Wärmewert einsetzen
Zündkerze verschmutzt oder Isolatorkörper gerissen Zündkerze reinigen oder auswechseln (richtigen Elektrodenabstand beachten)
Unterbrecher verölt oder verschmutzt Unterbrecher reinigen oder glätten und richtigen Kontaktabstand (0,4 mm) einstellen
Entstörwiderstand im Zündleitungsstecker defekt
Entstörwiderstand auswechseln


6.3. Motor zieht nicht

Ursache Behebung
Motor noch nicht eingelaufen Motor einfahren
Luftfilter verschmutzt
Filter auswechseln bzw. reinigen
Kraftstoffweg verschmutzt Kraftstoffleitung, Kraftstoffhahn, evtl. Kraftstoffbehälter reinigen
Vergaser verschmutzt
Vergaser demontieren und reinigen
Kraftstoffmangel Teillastnadel höher hängen
Falsche Vergasereinstellung Einstellung regulieren lassen
Zündstörung
Anlage in einer Fachwerkstatt überprüfen lassen
Motor zieht Nebenluft Motor in einer Vertragswerkstatt überprüfen lassen
Ölkohleansatz an Kolben und Zylinder, Schalldämpfer verstopft Auspuffrohr abnehmen, Zylinderdeckel entfernen, Kolbenboden und Auspufföffnung im Zylinder von Verbrennungsrückständen befreien, Schalldämpfer auseinandernehmen und reinigen
Kupplung rutscht
Kupplung nachstellen
Bremsen zu straff eingestellt Bremshebelspiel richtig einstellen

6.4. Motor knallt oder patscht in den Vergaser


Ursache
Behebung
Motor hat zu viel Spätzündung Zündeinstellung in einer Fachwerkstatt berichtigen lassen
Zündkerze verschmutzt Zündkerze reinigen und richtigen Elektrodenabstand (0,4mm) einstellen
Zündkerze mit zu niedrigem Wärmewert vorgeschriebene Zündkerze einsetzen
Kraftstoffmangel Vergaser in einer Vertragswerkstatt richtig einregulieren lassen

6.5. Motor wird zu heiß


Ursache
Behebung
Zu ölarme Zweitaktmischung oder ungeeignetes Öl in der Mischung Das unter 2.2.1. „Tanken“ Gesagte beachten
Hauptdüse im Vergaser verschmutzt Vergaser demontieren, Düse reinigen
Zuviel Spätzündung Zündeinstellung in einer Fachwerkstatt korrigieren lassen
Kühlrippen vom Zylinder/Zylinderdeckel stark verschmutzt Motor reinigen
Falsche Fahrweise zügig fahren und rechtzeitig schalten

6.6. Motor übertourt sich (dreht durch)


Ursache Behebung
Kupplung rutscht Kupplung nachstellen, nötigenfalls abgenutzte Bauteile erneuern

6.7. Geräusche


Ursache Behebung
Motor klingelt (klingeln: helles hämmerndes Geräusch im Motor) Kraftstoff der vorgeschriebenen Klopffestigkeit (ROZ 79) verwenden; Vergaser- und Zündeinstellung kontrollieren lassen; Öhlkohle vom Kolbenboden und Zylinderdeckel entfernen
Klickerndes Geräusch Kolbenringe festgebrannt, Ringe vorsichtig wieder gangbar machen, nötigenfalls erneuern



 

 


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