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Tipps & Tricks

Ölen der Bowdenzüge:
Das geht im eingebauten Zustand ganz einfach mit einer Einwegspritze & Kanüle.
Getriebeöl (da dünnflüssiger) in die Einwegspritze ziehen, Kanüle aufstecken und das Öl direkt in die Bowdenzughülle einbringen.
Bei der Handbremse und Kupplung muss nur die Stellschraube mit dem Längsschlitz nach oben gedreht werden, so dass der Schlitz das Öl wie ein kleiner Kanal aufnehmen kann. Das Öl nun mit der Kanüle in die Ummantelung des Bowdenzuges einbringen oder den Schlitz der Stellschraube füllen. Dabei immer wieder den Handhebel betätigen. Vorgang mehrmals wiederholen.

Anbringen der Kniedecke an der Schwalbe:
Alle 4 Schrauben an der Befestigung Lampenmaske/Knieschutzblech gegen längere Schrauben austauschen und danach die Befestigungsmuttern wieder anbringen.
Das Gewinde der Schrauben sollte innen noch etwa 1,5 - 2 cm überstehen. Auf diese Gewindeenden werden passende Flügelmuttern gedreht.
Zum Anbringen der Kniedecke, brauchen nun einfach nur die Flügelmuttern entfernt und die Decke mit den 4 vorhandenen Ösen auf die überstehenden Gewindeenden aufgesteckt werden. Zur Befestigung werden die Flügelmuttern wieder aufgeschraubt und die Kniedecke ist somit fixiert. (Arbeitsaufwand: wenige Sekunden).
Das hat den Vorteil, dass die Kniedecke nur bei Bedarf (z.B. plötzlicher Regen) schnell angebracht werden kann. Ansonsten kann sie aufgerollt im Rucksack transportiert werden.
Natürlich kann das Anbringen der Kniedecke auch umgekehrt, außerhalb des Knieschutzbleches erfolgen. Aber Achtung, durch fahrtwindbedingtes Flattern der unteren Kniedeckenenden kann es zu Lackschäden am äußeren Knieblech kommen. (Sandpapiereffekt durch Schmutzablagerungen an der Kniedecke und/oder am Knieblech)

Problem an der Tankstelle - Reserve-2Taktölbehälter für unterwegs:
Einen kleinen Kunststoffbehälter (z.B. Dose mit Schraubverschluss mit 150-200 ml Inhalt) im Rucksack oder Werkzeugfach mitführen.
Mittels einer 50 ml Einwegspritze (ohne Kanüle) kann die erforderliche Ölmenge aufgezogen und in den Tank gegeben werden.
So sind genaue Ölzugaben entsprechend der getankten Benzinmenge möglich.
Mischungsverhältnisse:
1:25 entspricht 40 ml Öl pro Liter,
1:33 entspricht 30 ml Öl pro Liter,
1:50 entspricht 20 ml Öl pro Liter.

Aufziehen des Reifens:
Das Aufziehen von Reifen auf die Felge kann erheblich erleichtert werden, indem am inneren Reifenring einfach mit den Fingern etwas ´Spüli´ aufgetragen wird. Schon flutscht der Reifen deutlich leichter über die Felgenkante. Montiereisen braucht man natürlich trotzdem.

Ventilmuttern:
Die Ventilmuttern an den Schläuchen dürfen niemals fest auf die Felge gedreht werden. Es sollte immer einige Gewindegänge Spielraum vorhanden sein, da sich der Schlauch evtl. durch ´Walkbewegungen´ während der Fahrt auf der Felge verschieben kann. Ein Abreißen des Ventiles wäre die Folge.
Bei festgestelltem Schrägstand des Ventiles, muss der Reifen abgenommen und der Schlauchsitz entsprechend korrigiert werden.

Reifendruck:
Der korrekte Reifendruck bzw. auch eine leichte Erhöhung desselben, verbessern deutlich die Fahreigenschaften.
„Schlappe“ Reifen fahren sich schwammig und vermindern die Endgeschwindigkeit. Also öfter mal kontrollieren, da die Schläuche auf Dauer gerne mal ein wenig Luft verlieren.

Speichenkontrolle:
Der korrekte Festsitz der Speichen kann ganz einfach überprüft werden, indem man mit einem Schraubenzieher lose über die Speichen streicht.
Zu hören sollte dann ein gleichmäßiger, heller Klang sein. Lose Speichen klingen dumpf und müssen nachgezogen oder ausgewechselt werden.

Krümmerdichtung:
Um den Krümmer an der Krümmermutter auch wirklich dicht zu bekommen, werden 2 Dichtringe benötigt.
Einer wird auf den Auspuffkrümmer gesteckt bevor die Krümmermutter aufgeschoben wird. So wird die Krümmermutter bereits am Falz des Krümmerendes abgedichtet.
Der 2. Dichtring wird oben in das Gewinde der Krümmermutter gelegt. Dieser dichtet dann beim Aufschrauben und Anziehen der Krümmermutter den Falz des Krümmers mit dem Auslass am Zylinder ab. Die Krümmermutter muss jedoch nach einigen km anfangs immer wieder mal nachgezogen werden.
Aber Vorsicht: Nur mit viel Gefühl anziehen, sonst kann das Gewinde am Zylinder abreißen und dann wird’s aufwändiger.

Tachodichtung:
Eine neue Tachodichtung kann man sich sehr gut aus einem alten Autoschlauch schneiden.
Den äußeren Umriss des Tachos aufzeichnen, einen kleineren Umriss mit einem Abstand zum äußeren Ring von 2 mm ebenfalls aufzeichnen und den neuen Dichtring ausschneiden.

Dichtungen für den Luftberuhigungsbehälter an ´Star´ und ´Habicht´:
Da beide Dichtungen nicht mehr zu bekommen sind, kann man sich mit einem alten Autoschlauch kostengünstig weiterhelfen. Mittels der Auflageflächen des Luftberuhigungsbehälters muss eine Schablone angefertigt und die Umrisse auf den Gummischlauch übertragen und ausgeschnitten werden. Dichtung einbauen, fertig.
Aber Achtung: die Gummidichtungen sind nicht benzinfest. Durch Verformungen verlieren diese ihre Wirkung. Also ca. 1x/Jahr die Dichtung kontrollieren und evtl. erneuern, sonst besteht die Gefahr, dass der Luftberuhigungsbehälter Nebenluft zieht.

Austausch des Luftberuhigungsbehälters an der Schwalbe:
Den Luftberuhigungsbehälter mal eben so ausbauen, funktioniert nicht. (Offensichtlich wurde die Schwalbe um den Behälter herumkonstruiert...)
Zum Wechsel sind folgende Schritte notwendig:
- Abbau des Vergasers
- Ausbau des Motors !!
- Abklemmen der Heckelektrik an der Lüsterklemme unter dem Motortunnel
- Abbau der hinteren Fußrasten und Karosserieverkleidung
- Tank abnehmen
- Abbau des inneren hinteren Schutzbleches

Erst dann kommt man an die beiden Befestigungsmuttern und kann den Behälter ´herausfummeln´. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Leider gibt es nur diesen einen Weg. Und wenn man schon so weit ist, sollten folgende Funktionsüberprüfungen erledigt werden:

- Hat das hintere Schwingenlager Spiel?
- Sind die beiden Rahmenenden noch abgedichtet? (Abhilfe schafft ein Küchenschwamm)
- Stimmt die Kettenspannung?
- Sind die beiden hinteren Stoßdämpfer in Ordnung?
- Ist der Benzinhahn in Ordnung?
- Wie ist der Rundlauf des Hinterrades? 

Wie merke ich mir die Blinkerschalterstellung:
Die Kabel am Blinkerschalter werden so angeschlossen, dass der rechte Blinker angeht wenn der Schalter nach oben gedrückt wird. Die untere Schalterstellung ist für den linken Blinker.
Merken kann man sich das dann so:
Beim Betätigen des rechten Blinkers zeigt der Daumen, bei einer gedanklich fortgesetzten Kreisbewegung nach rechts.
Betätigt man den Blinkerschalter nach unten, zeigt der Daumen nach links.

Abblendlicht und Fernlicht:
Die Kabelanschlüsse an der Scheinwerferfassung (außer das Massekabel) werden so angeschlossen, dass bei der Lichtschalterstellung nach unten das Abblendlicht eingeschaltet ist. Die obere Schalterstellung (auf) sollte das Aufblend- bzw. Fernlicht sein. 

Zündschlossabdeckung:
Eine neue Schaumstoffeinlage für die Zündschlossabdeckung kann sehr gut aus einem einfachen Küchenschwamm geschnitten werden.
Umriss aufzeichnen und ausschneiden.
Die Schaumstoffeinlage verhindert ein lästiges Klappern der Zündschlossabdeckung auf der Lampenmaske und nimmt Feuchtigkeit auf.

Neue BVF-Vergaser:
Die neuen, nachgebauten BVF-Vergaser sind manchmal leider am Gehäuse teilweise etwas unterschiedlich zu den Originalgehäusen. Das hat zur Folge, dass diese nicht mehr mit einer gewöhnlichen 10er Mutter am Zylinderflansch angeschraubt werden können. Einfache Abhilfe schafft hier eine 10er Flachmutter, die im Fachhandel zu bekommen ist. 

Neuer Sitzbankbezug:
Ein neuer Sitzbankbezug ist für wenig Geld zu haben und kann leicht selbst gewechselt werden. Dazu die Sitzbank abbauen und die unterseitigen Blechlaschen aufbiegen. Alten Bezug am Zugband aufschneiden und entfernen. Zustand des Sitzpolsters prüfen, evtl. den Sitz korrigieren und den neuen Bezug faltenfrei aufziehen. Zugband hinten stramm verknoten und die Blechlaschen alle vorsichtig wieder zurückbiegen. (Brechen leicht ab) Sitzbank wieder anbauen, fertig.

Anhängersteckdose:
Da die Lichtspulenkapazität nicht ausreicht um im Anhängerbetrieb die Heckbeleuchtung am Fahrzeug und Anhänger gleichzeitig sicherzustellen, wurde ursprünglich eine Anhängersteckdose montiert, die bei angeschlossenem Anhänger das Rücklicht am Fahrzeug abschaltete.

Alternativ zur Steckdosenmontage am Fahrzeug kann, damit das Blech der ´Schwalbe´ nicht angebohrt werden muss, folgende Alternative verwendet werden werden:
a) Abklemmen der Heckbeleuchtung an der Lüsterklemme unter dem Motortunnel.
b) Abbau der Heckverkleidung.
c) Verlegen des Rücklichtkabels vom Rücklicht ausgehend, vorbei an der oberen Federbeinaufnahme des linken Stoßdämpfers, durch den Rahmen zum
    Werkzeugfach am Tank.
d) Montage der Heckverkleidung.
e) Verlängern des Kabels von der Lüsterklemme vorbei am Benzinhahn, hoch zum Werkzeugfach am Tank.
f)  Empfohlen wird ein zusätzliches Massekabel vom Rücklicht des Fahrzeuges/Anhängers, das am Rahmen angeschlossen werden kann.
    (z.B. an dem kleinen Gewindebolzen zur Motortunnelbefestigung)
g) Die Kabelenden im Werkzeugfach werden nun (ebenso wie der Rücklichtkabelstrang des Anhängers) mit Flachsteckern und zugehörigen Flach-
    steckerverbindern versehen. (Erhältlich bei z.B. Elektro Conrad) Dabei unbedingt auf die richtige Polung achten!

          

Im Anhängerfahrbetrieb kann nun problemlos der Stecker des Fahrzeugrücklichtes abgezogen und die Kabelverbindung zum Anhänger hergestellt werden. Die Steckverbindungen befinden sich dabei geschützt unter der Sitzbank.



 

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